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IMG 20180829 101204940Wer will fleißige Handwerker seh´n? Die Mittwochsmänner in Aktion.

Wer will fleißige Handwerker seh´n?

 

 


Bild 2 Hundsbacher Quetschekuche Kerb. Ein Dorf erinnert sich.

Ein Dorf erinnert sich. Die Hundsbacher Quetschekuche Kerb

 

 

 


 IMG 2523Eine alte Tradition wird neu belebt: Die Hundsbacher „Quetschekuche“-Kerb 2018

Eine alte Tradition wird neu belebt.

 

 

 


 Quetschekuchekerb“Modder zieh de Mondel on mer gehn donze!”

“Modder zieh de Mondel on mer gehn donze!”

 

 


 IMG 3322Ein Jahrgang schwelgt in Erinnerung.

Jahrgang schwelgt in Erinnerung

 


 

 

 

 

Ein Dorf erinnert sich:

Die Hundsbacher „Quetschekuche“-Kerb

Die Wurzeln einer jeden Kerb reichen oft bis weit ins Mittelalter zurück und stehen in engem Zusammenhang mit der einstigen Einweihung der Kirche, die aus einem schnöden Gemäuer einen heiligen Ort gemacht hat. Denn im Ursprung geht das Wort Kerb bzw. Kirmes auf das mittelhochdeutsche Wort „kirmesse“ zurück, das wiederum auf „kirchmesse“ zurückzuführen ist. In Erinnerung an dieses ganz besondere Ereignis und dem damit verbundenen volkstümlichen Feiern, entstand das Brauchtum der jährlichen Kerb. Dies war noch bis weit in die fünfziger Jahre nicht nur mit Tanz, Umzug, Vergnügungen sowie Ess- und Trinkgelegenheiten verbunden, sondern auch mit Handeln und Verkaufsangeboten von all den Utensilien, die es vor Ort üblicherweise nicht gab. Deshalb kamen an diesem Termin Menschen von nah und fern zusammen, um neben Vergnügungen auch ihre Geschäfte zu tätigen.

Auf dem Land wurde die Kerb auch zum Anlass genommen, um sich mit der ganzen Familie zu treffen. Dazu zählte nicht nur die nähere, sondern auch die weitere Verwandtschaft. Volles Haus und aufwendige Mahlzeiten waren gang und gäbe. Die Kerb ist nicht nur in unserer Region mit den verschiedensten Bräuchen verbunden und wird oft von Ort zu Ort sehr unterschiedlich gefeiert. Wenn man ältere Hundsbacher Bürger nach ihren Erinnerungen an die Kerb zu früheren Zeiten befragt, dann geraten sie regelrecht ins Schwärmen: „Do war noch ebbes los! Schun zwo Wuche devor is die Kerb ongetrunk wor – und das in alle zwo Wertschafte: Maurer un Mann!“ Denn selbst ein Dörfchen wie Hundsbach erfreute sich bis in die sechziger Jahre zweier Wirtschaften, was sicher auch Rückschlüsse auf die muntere Geselligkeit der Bewohner zulässt.

Samstags wurde der Kerwebaum aufgestellt und am Abend war Tanz. Dabei wurden die Tanzenden argwöhnisch von den älteren Mitbürgerinnen beobachtet, die im Kreis um die Tanzfläche saßen. Schließlich musste alles ordentlich zugehen, damit es keinen Anlass zu Tratsch und Klatsch gab. Galt doch auch in Hundsbach der alte Spruch. „Wer an der Kerb niemand abkriegt, der kriegt das ganze Jahr keinen!“ Deshalb war es klar, dass sich besonders die jungen Leute mächtig in Schale warfen und schon Wochen vorher dem Kerwespektakel entgegen fieberten. Doch auch die älteren Einwohner und die Kinder kamen auf ihre Kosten. Denn die lange Hundsbacher Hauptstraße war gesäumt mit Buden aller Art und für die Kleinen gab es Reitschulen und Schiffschaukeln. Am Sonntag wurde das muntere Treiben fortgesetzt. Nach ausgiebigem Frühschoppen in beiden Gasthäusern und umfangreicher Mahlzeit zuhause ging es dann weiter mit dem lange vorbereiteten Kerweumzug. Vorneweg der obligatorische Hundsbacher Quetschekuchen, nach dem die Kerb benannt ist - denn im September ist ja bekanntlich Zwetschgenzeit. Dieser Traditionskuchen wurde auf einer großen Schaufel präsentiert, dann kam die Musikkapelle und im Gefolge die Kerweburschen auf der Kutsche, mutige Reiter auf ihren Pferden und lustige Mottogruppen. Nach dem Umzug wurde die „Kerwered“ gehalten, vorher zensiert von dem Ortsbürgermeister, damit sich niemand aus der Dorfgemeinschaft beleidigt fühlte. Bei beschwingter Musik und flottem Tanzen ging der Kerwesonntag zu Ende. Doch damit nicht genug! Auch am Montag wurde noch intensiv gefeiert, angefangen mit Frühschoppen und Ausklang bei Musik und Tanz. Danach wurde eine Flasche Wein an einem geheimen Ort vergraben und die Kerb beerdigt. Wer übrigens die Flasche im Laufe des Jahres gefunden hat, der konnte sich bei der nächsten Kerb einer feuchtfröhlichen Zuwendung seitens der Gasthäuser erfreuen. So war es früher! Doch auch in der heutigen Zeit wird in Hundsbach gerne gefeiert, auch wenn sich vieles verändert hat. Aus diesem Grunde und weil es auch wertvoll ist, alte Traditionen zu pflegen, wird das Brauchtum der Hundsbacher Quetschekuche-Kerb weiter bestehen. Unter dem Motto „Wem is die Quetsch? Uuus!“ wird am dritten Wochenende im September im Hundsbacher Sportheim wieder gefeiert, getanzt, geschunkelt und gelacht und zwar nach altem Brauch von Samstag bis Montag.

 

Text und Bilder. Patricia Webb

 

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Eine alte Tradition wird neu belebt:
Die Hundsbacher „Quetschekuche“-Kerb 2018

Am Samstag, den 15. September 2018, ist es soweit: Das Wahrzeichen der Hundsbacher Kerb - der Kerwebaum – wird aufgestellt und damit die Kirmes offiziell eröffnet. Neu ist dieses Mal der Standort des Baumes, denn er wird nicht wie all die Jahre zuvor „Auf dem Kreuz“ gegenüber des Gasthauses Maurer seinen Platz finden, sondern direkt auf dem neuen Festplatz am Sportheim. Hier wird nämlich ab diesem Jahr erstmalig die Kerb stattfinden. Das Vereinsheim öffnet seine Pforten und lädt drei Tage lang zum fröhlichen Kerwespektakel ein. Unter dem Motto „Wem is die Quetsch? Uuus!“ wird gefeiert, getanzt, geschunkelt und gelacht.

Viele Jahrzehnte lang wurde die Hundsbacher Kerb vom Gasthaus Maurer ausgerichtet. Doch das ist leider vorbei. Aus Altersgründen wurde bereits im letzten Jahr die Kerb nicht mehr wie gewohnt in den Räumlichkeiten des alten Gasthauses gefeiert. Da war guter Rat teuer! Doch die Hundsbacher sind ein rühriges Völkchen und lassen sich so schnell nicht unterkriegen. Denn eins war schnell klar: „Ohne Kerb – das geht gar nicht!“, so die Hundsbacher. Und deshalb fanden sich bereits Anfang des Jahres engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam mit dem Bürgermeister Joachim Blum eine Initiative zur Neubelebung der Kerb zu gründen. Nun, das Ergebnis kann sich sehen lassen und wartet mit einem vielversprechenden Programm auf! Kurzum: Die Hundsbacher sowie alle Gäste aus nah und fern dürfen gespannt sein und sich schon mal freuen. Das genaue Programm mit Ablauf und Aktivitäten wird zeitnah bekannt gegeben. Wichtig vorab: Den 15. - 17. September schon mal vormerken, weitersagen und fest in die persönlichen September-Termine einplanen.

 

Text: Patricia Webb

Bilder: Archiv Jan Hey September 2013

 

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Am 3. September-Wochenende heißt es in Hundsbach wieder:
“Modder zieh de Mondel on mer gehn donze!”

Denn am 15. September beginnt um 17.00 Uhr mit dem Aufstellen des Kerwebaumes und dem legendären Fassanstich die Hundsbacher Kerb im Sportheim. Für eine gute Unterlage sorgt ab 18.00 Uhr die Familie Dag mit ihren “Best Döner “-Leckereien und verwöhnt während des Kerwe-Samstags mit Würstchen, Hamburgern, Pommes, Salaten und natürlich Dönern. Ab 19.30 Uhr ist Einlass ins Vereinsheim, wo ab 21.00 Uhr zur Live-Musik der Band “2 for you” getanzt und gefeiert werden kann. Und alles im Open-End-Modus bei Asbach, Sekt, HundsBach-Wasser & Co.

Da Kerb, Kirchweih oder Kirmes(s) letztendlich eine alte kirchliche Tradition sind, startet auch in Hundsbach der Kerwe-Sonntag um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Sportheim. Im Anschluss daran gibt es dann Frühschoppen und Mittagessen. Selbstgebackene Kuchen-Variationen runden den kulinarischen Genuss ab. Doch damit nicht genug! Denn die Hundsbacher haben ab 14.00 Uhr noch ein “Buntes Programm” am Start! ACapälzJer, Modern Dancer, Hundsbacher Gollebiebcher und die Tanzgruppe RSM Bullies rocken den Saal, während die Kids beim Kinderschminken ihren Spaß haben. Da darf die Kerwered mit Hundsbacher Highlights und die Wahl des Quetschkuche-Königs/ der Quetschekuche-Königin nicht fehlen! Danach lassen die Hundsbacher den Kerwe-Sonntag in bester Feierlaune ausklingen.

Wer noch immer nicht genug hat, sollte sich auf keinen Fall den Kerwe-Montag entgehen lassen, der traditionell um 10.00 Uhr mit Frühschoppen und Eierbacken beginnt. Um die Mittagszeit gibt es dann wieder Leckereien aus der Küche. Es folgt ein fröhliches Beisammensein mit Feiern bis zum Abwinken. Ende offen!
“Kommt zahlreich zur Hundsbacher Kerb und bringt gute Laune mit! Wir freuen uns auf Euch.“

 

Text: Patricia Webb

K6Ferienprogramm 2014

Ferienprogramm 2014

 

 


 HansphHundsbacher Stellmacher Hans Philippi bringt preußische Kanone auf Trapp (aus dem Jahr 2014)

Hans Philippi - Zwei neue Räder für Wahrendorff auf Schloss Dhaun

 

 


 gedenk1Gedenkgottesdienst in Hundsbach für 16 Opfer nach Bombardement 1945 (aus dem Jahr 2015)

Gedenkgottesdienst in Hundsbach für 16 Opfer nach Bombardement 1945

 

 


 DSC09671Hurra- der Schnee ist da (aus dem Jahr 2017)

Hurra- endlich Schnee

 

 


 

 

 

 

 

Schloss Dhaun. Im Innenhof unter mächtigen Roß-Kastanienbäumen mit ausladender Krone stehen seit Jahrzehnten zwei Geschütze aus dem vorletzten Jahrhundert. Mit der preußischen Hinterladekanone vom Typ Wahrendorff erhielt nun von dem Hundsbacher Wagner Hans Philippi ein ganz besonderes Exemplar im Dhauner Schlosshof zwei neue Räder.

Der Hundsbacher Stellmacher wollte kein Aufheben um seine Person machen. Hans Philippi ist in dritter Generation Wagner eines aussterbenden Berufszweiges, seit Ende der 1950-er Jahre gummibereifte Pneus die eisenbereiften Wagen in der Landwirtschaft ablösten.

Das nostalgische Relikt aus längst vergangenen Tagen komme jetzt wieder „voll zur Geltung“, lobte Kreisbaudirektor Hans Bergs und hakte mehrfach nach, um dem Experten Berufsgeheimnisse über sein handwerkliches Wissen und Können zu entlocken. Es gab gerade beim Reifenbau spezielle Zirkel und Faustregeln. Unter dem Eisenreif sitzen sechs so genannte Felgen, die durch zwölf Speichen mit der Radnabe verbunden sind.

Ist das Rad 1,20 Meter hoch, dann misst die einzelne von sechs Felgen 60 Zentimeter. Und: Die Felgen und Speichen hielten länger, wenn die Holzscheite für Kanthölzer oder Bohlen nicht mit der Bandsäge geschnitten, sondern das Holz mit Keilen und von Hand gerissen wurden.

„Früher war es einfacher, als das Geschäft noch florierte“, gab der Senior zu bedenken - weil heute zunehmend die Gerätschaften und das passende Werkzeug rar werden und auch hier die alte Binsenweisheit „Übung macht den Meister“ zutrifft. Mit dieser makellosen Arbeit jedoch fühlte sich Hans Philippi im 85.Lebensjahr „noch einmal voll bestätigt“, wie er sagte. Zeitlebens betrieb er sein Sägewerk in Hundsbach, machte sein Hobby zum Beruf, und schaut noch immer bei seinem Sohn Werner nach dem Rechten.

Das Geschütz auf Schloss Dhaun wurde vor Jahrzehnten schon einmal restauriert und sei es wert, als Schmuckstück der Nachwelt erhalten zu bleiben, betonte VG-Bürgermeister Werner Müller.

Das Teil im Fadenkreuz: Bei der Kanone handelt es sich um eine preußische Hinterladekanone vom Typ Wahrendorff, Modell C 61, Bauart nach 1861 mit Kolbenverschluss und Kaliber 9 Zentimeter, womit sechs- oder 12-Pfünder Munition verschossen wurde. Der Kirner Experte und Diplom-Ingenieur Herbert Jäger fertigte 1995 eine Expertise an, er schreibt: „Mit diesem Geschütztyp, einer Flachfeuerwaffe, die Vollgeschosse gegen Mauern und `Kartätschen`, eine Art Riesenschrot, gegen Truppen verschoß, führte Preußen als erstes Land der Welt bei der Feldartillerie einen kriegsbrauchbaren Hinterlader ein, der auch bereits ein Rohr aus Gußstahl von Krupp besaß. Die Lafette scheint ein späterer Nachbau zu sein“. Jedoch: Die Überlegenheit der deutschen Hinterladeartilleriekanone entschied 1870/71 den Krieg gegen Frankreich, nicht zuletzt, weil Preußen den anderen Staaten des Deutschen Bundes den Nachbau gestattete. Ein Vollgeschoss des Kalibers 9 Zentimeter aus Gußeisen steht in einer Glasvitrine auf Schloss Dhaun. Es fehlt ihm der umgossene dicke Bleimantel, der den Drall aufnahm und dem Geschoss die Kreiselstabilität verlieh.

 

Text und Bilder Bernd Hey www.heylive.de

 

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Kosovo, Syrien, die Ostukraine mitsamt dem verheerenden MH 17 Flugzeugabschuss hoch über den Wolken – die Aufzählung von Krieg, Terror und Gräueltaten ließe sich beliebig lang fortsetzen. Wir leben in einer Welt voller Unfrieden und Zerstörung: „Hilflos müssen wir zusehen, wie der Krieg auf dieser Erde kein Ende nimmt. Viele Kinder, viele Frauen sind Opfer dieser Kriege in der Welt. Es ist, als hätte die Menschheit nichts dazu gelernt“, Superintendent Marcus Harke sprach den Besuchern beim Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe vor 70 Jahren auf Hundsbach aus der Seele. 16 Menschen im Alter von 13 bis 76 Jahren fielen dem Bombardement zum Opfer, 15 wurden namentlich verlesen, darunter eine Frau aus Meisenheim und ein Pole, ein Franzose starb in einem Krankenhaus. 75 Prozent waren zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen. Hundsbach glich einer Geisterstadt“, so Chronisten. Trauer und Panik, Schock und Verzweiflung überkam die Einwohner aus heiterem Himmel und zerstörte abrupt die dörfliche Idylle, zumal die Menschen aus den ausgebombten Städten in diesen letzten Kriegsmonaten vor 70 Jahren aufs sicher geglaubte Land flüchteten. Und doch war Hundsbach nur ein Randereignis, bekanntlich wurde zeitgleich Dresden zerstört, wo 25.000 Opfer zu beklagen waren.

Die Gedenkandacht in der evangelischen Kirche Hundsbach war gut besucht, der Pfarrer schloss alle Opfer der beiden Weltkriege und der Nazidiktatur in sein Gebet ein, ohne alte Wunden aufreißen zu wollen: „Es hat etwas Gespenstiges, wenn ich mir das versuche vorzustellen“, fand Pfarrer Marcus Harke die richtigen Worte, als am 20. Februar (2015) vor 70 Jahren sich die Gemeinde mit vielen Menschen aus den umgebenden Dörfern im Morgengrauen um 7.30 Uhr auf dem Friedhof versammelte. Die Särge waren vorher in den Ruinen der Kirche aufgebahrt. Nun wurden die Toten in einem Massengrab beigesetzt. Im Hintergrund die mächtige Kirche, das Dach ein Gerippe, die Fensterhöhlen leer und dunkel. Höfe und Häuser waren zerstört – Vieh wurde in Bombentrichtern verscharrt. Die Auswahl der beiden Psalmverse 9 und 10 für die Predigt als Bitte „lassen die Hilflosigkeit, ja Sprachlosigkeit vermuten mit der auch Pfarrer Röhrig diesem schrecklichen Ereignis gegenüberstand“.

Der Schock dieser Tage steckte allen in den Gliedern. Die merkwürdige Uhrzeit, die Beerdigung um halb acht in der Frühe anzusetzen, geschah wohl aus der Angst, es könnten noch weitere Angriffe folgen, vermutete der Seelsorger. Tatsächlich flog um 11.15 Uhr noch einmal ein Flugzeug über Hundsbach. Es war ein Aufklärungsflugzeug und machte eine Luftaufnahme von dem angerichteten Schaden, „sozusagen eine Ergebnissicherung". Gleichzeitig kamen fast jeden Tag neue Schreckensmeldungen von gefallenen Soldaten. Mütter und Väter beweinten ihre Söhne, Kinder blieben ohne Vater, junge Frauen wurden zu Witwen.

„So können wir klagen - aber nicht anklagen. Von keinem Tag zwischen 1939 und 1945 darf Deutschland behaupten, es habe einen Verteidigungskrieg geführt“, konstatierte Harke. Die Toten müssten uns warnen, nie wieder in ein solches Denken zu verfallen, wie es von unserem Land ausgelöst wurde. Der frühere Hundsbacher Pfarrer sparte das Verbrechen an Juden ebenso wenig aus, wie „eine unzweideutige aktive Parteinahme, aber eben auch politische und menschliche Gleichgültigkeit. Das dürfen wir nie vergessen. Ja, wir müssen uns an das Schlimme zurückerinnern“. Die Toten zu vergessen, könne tödlich werden; - von dem jüngst verstorbenen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker zitierte er den Satz: „Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart“.

„Wir sehen heute kaum noch und wollen es auch nicht wahrhaben, dass der Wohlstand den wir haben, auf den Gräbern der Opfer der beiden großen Kriege steht“, sagte er, auch in Hundsbach seien die Menschen nach dieser schrecklichen Bombardierung zusammengerückt, Gott habe einen neuen Anfang ermöglicht.

Möge uns die Erinnerung helfen, hier sensibel zu bleiben, statt in alte Denkmuster zurückzufallen, war sein Appell in die Zukunft gerichtet. Im Gedenken an die Opfer der Bombardierungen sollten wir uns aufraffen und erheben aus dem Geist des Alten, des Hasses und der Gewalt, und uns ergreifen lassen von dem Geist Gottes, in dessen Sinne die Jahreslosung 2015 steht: „Nehmet einander an, wie Christus euch auch angenommen hat, zur Ehre Gottes“. Diese Botschaft in die ganze Welt zu tragen, bleibe eine hehre Aufgabe.

Text und Bilder Bernd Hey www.heylive.de

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Hurra- endlich Schnee! Und glaubt man den Wettervorhersagen, soll es den im neuen Jahr (2018) noch in Hülle und Fülle geben wie schon lange nicht mehr. Des eine Freud, ist des anderen Leid - jedenfalls wurden zu Wochenbeginn „Hamsterkäufe“ in Sachen Streusalz gemeldet. Am Dienstag verabredeten sich schon in der Schule die Hundsbacher Schüler zu einer Schlittenpartie in der weißen Winterpracht – die Temperaturen waren ideal, nicht zu kalt. Da durfte eine Schneeballschlacht natürlich nicht fehlen, und da kam bei der Rodelpartie Freude auf. So macht spontaner Wintersport Riesenspaß. Seit alters her wird direkt am Friedhof und am Ortseingang /Hauptstraße hinunter in Richtung Gärten Schlitten gefahren - für die Kleinsten ein ideales Freizeitvergnügen. Hundsbach liegt relativ hoch und hat immer mehr Schnee als Nachbargemeinden. Groß und Klein sausten auf Bob-, Rodel- oder Lenkschlitten den Hang hinunter und die Hunde nebenher. Ruckzuck bauten die Mädels um Kassandra und Kara Frick, Natascha Immerheiser, Lena Konrad, Zoe Lörsch, Lara-Joy Westenberger und Emily Reidenbach einen prächtigen und dickbauchigen  Schneemann; - flugs wurden im Nachbarhaus bei Doris Martin für das rechte Outfit eine Karotte und ein geeigneter Schal gefunden. Schließlich soll es ihm nicht kalt werden, und die Kleinsten noch lange Freude an der weißen Pracht haben.

Text und Bilder Bernd Hey www.heylive.de

 

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Fusion zweier Verbandsgemeinden

Die Fusion der Verbandsgemeinde Meisenheim und Bad Sobernheim zur neuen Verbandsgemeinde Nahe-Glan schreitet mit großen schritten voran. Eine Vorauswahl des Logos von geeigneten Vorschlägen hat bereits stattgefunden. Nun dürfen die Bürgerinnen und Bürger Ihren favoriten Vorschlagen!

Nähere Einzelheiten finden Sie in der Bürgerzeitung vom 18. Juli 2019 /Nr. 29/2019.

Die Rückgabe bis 08. August 2019 erbittet die Verbandsgemeinde direkt an die Verwaltung oder auch an den Ortsbürgermeister.

Einen Link zur Bürgerzeitung der Verbandsgemeinde Meisenheim finden Sie hier.

 

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Einweihung des neuen Boule Platzes in Hundsbach am SamstagIMG 20190810 173845

Gut besucht war die Einweihung des neuen Boule Platzes in Hundsbach am Samstag.....

 

 

 


Jan Hey ist der neue Ortsbrgermeister 0001Zeitungsbericht Öffentlicher Anzeiger vom Montag den 29. Juli 2019 Nr. 173

Jan Hey ist der neue Ortsbürgermeister

 

 

 


Sch21072019lagen Sie Ihren favoriten vor!

Die Verbandsgemeinde Nahe-Glan sucht ihr neues Logo

 

 


 

Jan Hey ist der neue Ortsbrgermeister 0001

 

Gut besucht war die Einweihung des neuen Boule Platzes in Hundsbach am Samstag, 10. August 2019.  Um 17.oo Uhr wurde der Platz mit einem Grußwort des neuen Ortsbürgermeisters Jan Hey eingeweiht und durch den Fördervereinsvorsitzenden Detlef Winter offiziell freigegeben. Dem früheren Bürgermeister Joachim Blum wurde ein Präsent seitens des Fördervereins überreicht - Blum ließ sich es nicht nehmen, ebenfalls ein paar Worte des Dankes an die Festbesucher zu richten.


Ein neuer Dorfmittelpunkt ist entstanden. Wo einst ein Bauernhaus mit Stall und Scheune stand, hat die sehr rege und engagierte Gruppe der Mittwochsmänner eine wahre Glanzleistung in den vergangenen Jahren verrichtet. Das Gelände hat die Ortsgemeinde Hundsbach aus einer Zwangsversteigerung erworben. Zunächst mussten Auflagen der Kreisverwaltung erfüllt werden; - dazu zählte das Abtragen des Gebäudes ebenso wie das Abfangen der am Grundstück verlaufenden abschüssigen Straße durch Gabionen. Eine über 70 Meter lange, doppelt gemauerte Sandsteinmauer samt Abdeckplatten aus Sandstein kam hinzu. Bei einer Besprechung, wie der neue Mehrgenerationenplatz genutzt werden soll, kam aus den Reihen der Mittwochsmänner der Wunsch, einen Bouleplatz zu errichten, mit dem sehr bescheidenen Anhang „…ein Turnierplatz muss es aber nicht sein“. Zu Beginn seiner Rede sagte der neue Ortsbürgermeister Hey: „Ich bin noch jung an Jahren und neu im Amt. Aber es ist mir eine besondere Ehre und Freude, dieser Einweihung beiwohnen zu dürfen“.


Die Mittwochsmänner, die diesen Platz in ehrenamtlicher Eigenleistung errichtet haben, spielten natürlich die Hauptrolle und sind für einen so kleinen Ort wie Hundsbach ein „wahrer Segen und mit Geld nicht aufzuwiegen“, lobte Jan Hey.  Nach der Einweihung des Platzes spielten die Mittwochsmänner ein Turnier „Jeder gegen Jeden“ um den Gewinner des ersten offiziellen Spieles auszuloben. Sieger wurde Karl-Heinz Mohr. Zum Pokal kam noch ein Wanderpokal hinzu, damit die Mittwochsmänner auch zukünftig und spontan gegeneinander antreten können. Zweiter wurde Rainer Müller und der dritte Platz ging an Volker Reidenbach. Die restlichen Mittwochsmänner und Teilnehmer erhielten eine Medaille. Auch Schüler und Jugendliche trugen einen Wettkampf aus und wurden mit einer Medaille geehrt.  Der Platz war überaus gut besucht, Sitzgarnituren voll besetzt, und das Interesse an dieser für Hundsbach noch relativ jungen Sportart sehr groß.

 

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